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Saturday, June 1, 2013

Nepal: Nashörner und Natur pur! - Mit COLIBRI TRAVEL BERLIN

Der Berliner Zoodirektor Dr. Bernhard Blaszkiewitz am Montag, 12. Maerz 2012 in der BZ. Seine Abenteuerreise hat er natuerlich mir mir ; )) und COLIBRI TRAVEL BERLIN "Colibri a la Carte" unternommen. Und WIR haben ihn offensichtlich glücklich gemacht ; ), LG, Rolf, Kathmandu, sunny & warm

HIER informieren: info@colibri-travel.de

Pressemitteilung vom 02. Februar 2012: http://www.premiumpresse.de/colibri-travel-berlin-startet-kooperation-mit-hyatt-regency-kathmandu-PR1673083.html


Die Sapana Village Lodge am noerdlichen Rand von Sauraha, Chitwan National Park


"Nashörner und Natur pur!" Exklusiv ab einer Person. Mit COLIBRI-TRAVEL. Und mir ; )) als journalistischem Reisebegleiter.


KATALOG und "a la Carte"-TERMINE & - PREISE 2012/2013/2014:

05.11. - 18.11. 2012 2.699 € 8 Teilnehmer
03.12. – 16.12. 2012 2.599 € "Colibri a la Carte" 4 Teilnehmer

11.01. - 24.01. 2013 2.999 € "Colibri a la Carte" 2 Teilnehmer
25.02. – 10.03. 2013 2.699 € mit Durchfuehrungsgarantie
18.03. - 31.03. 2013 2.799 € mit Durchfuehrungsgarantie
15.05. - 27.05. 2013 2.999 € "Colibri a la Carte" 1 Teilnehmer

01.07. - 31.10. 2013 2.999 €
"Colibri a la Carte" exklusiv und individuell zu Ihrem Wunschtermin ab 1 Teilnehmer

Der Monsun von Mitte Juni bis Mitte September ist fuer mich die schoenste und beste Reisezeit fuer Nepal. Die einschlaegigen Reisefuehrer und -Veranstalter schreiben zum Beispiel von "22 Regentagen im August". Das stimmt so - NICHT. Es sind 22 Regen-NAECHTE. Die Tage sind sunny & warm um die 30 bis 35 Grad. Bestes Hochsommerwetter. Beste Reisezeit. GARANTIERT!

04.11. - 17.11. 2013 2.749 € mit Durchfuehrungsgarantie

28.12. - 10.01. 2014 2.799 € mit Durchfuehrungsgarantie
10.03. - 23.03. 2014 2.699 € mit Durchfuehrungsgarantie
14.04. - 27.04. 2014 2.799 € mit Durchfuehrungsgarantie

info@colibri-travel.de
nepalguide@email.de


"Colibri a la Carte": Ab 1 Person kann diese Tour exklusiv und individuell zu Ihrem Wunschtermin ab 2.999 € durchgefuehrt werden Einzelzimmer-Zuschlag 299 €

MEHR ERLEBEN: Goennen Sie sich ein Verwoehn-Verlaengerungswochenende im GOKARNA FOREST RESORT inklusive Vollpension, Massagen, Dschungel Walk und Flughafentransfer mit 3 Tagen/2 Naechten im Doppelzimmer ab 350 € p.P.


EZ-ZUSCHLAG:
+ 299 €


TEILNEHMERZAHL:
5 -15 Teilnehmer
"Colibri a la Carte" ab 1 Teilnehmer


"COLIBRI A LA CARTE" EXKLUSIV und INDIVIDUELL ab 2.999,00 €


Ich freu' mich jetzt schon sooo sehr auf SIE/EUCH!
NEPAL IST ANDERS : ))


Für mich ist es ist das schönste Land der Welt.







FOTOS: Anja Schneider (10), Rolf Schmelzer (3), Nepal Tourism Board (1)
HIER buchen: verkauf@colibri-travel.de

Aaaaand ACTION!!! ; ))


Besuchen Sie Andre Schumacher's geniale Multimedia Show "In 80 Tagen um die Welt".
Mit dem Highlight NEPAL! Demnächst auch in Ihrer Nähe. Gänsehaut! Garantiert!

"80 Tage, 80 Nächte, 80 Betten – Jules Verne einmal anders: Von den Azoren geht es auf die archaische Inselwelt Galápagos, vom Nebelwald Ugandas zu den Gauchos Brasiliens. Eine wilde Safari durch Kenias Nationalparks gehört ebenso dazu wie die Begegnung mit den letzten Orang-Utans auf der Insel Borneo und ein irrwitziger Streifzug durch Nepal. – Dazu Flugzeugabsturz, Bürgerkrieg und jede Menge - Gänsehaut.

In grandiosen Nahaufnahmen und cineastischen Landschaftspanoramen berichtet André Schumacher von den Wirren und Wundern dieser ungewöhnlichen Reise und entführt die Zuschauer in die letzten großen Naturparadiese unseres Planeten.

Die gewählte Route, die überraschenden Einsichten in fremde Kulturen, die Mischung aus Fotos, Filmsequenzen, Originalsounds und nicht zuletzt Schumachers Humor und Frische machen „In 80 Tagen um die Welt“ zu einer unvergleichlichen Dokumentation. Ein berührender Vortrag, der zum Nachdenken anregt und eine unbändige Sehnsucht aufkommen lässt, diese Welt zu umarmen!"

Thursday, March 1, 2012

Colibri a la Carte Nepal mit "Tiger for breakfast!"


Tag 1


Tea Reception in der "Lounge" des Hyatt Regency Kathmandu


Check In Ti-se Guesthouse

Waehrend sich die Damen eine dreistuendige ayurvedische Massage und einen warmen Oelguss auf das Haupthaar im Spa des Ti-Se Guesthouses goennen, geniessen die Herren die Sauna und den Pool des "Club Oasis" im Hyatt Regency Kathmandu


Fünf-Sterne Dinner im "Le Cafe" des Hyatt Regency Kathmandu



Tag 2


Frühstück am Pool von "The Terrace" des Hyatt Regency Kathmandu





Nach dem Fünf-Sterne-Frühstück dreistündiger, intensiver Besuch einer der sieben UNESCO Weltkulturerbestätten im Kathmandutal. Mit allen Sinnen! Pashupatinath. Hier werden die Toten verbrannt. Am heiligen Fluss Bagmati, der in den Ganges mündet. Leben und Sterben liegen hier in Nepal eng beieinander. Alles geschieht öffentlich, ganz normal und es ist so natürlich - wie hier - der Tod und die Verbrennung eines alten Mannes. Seine Asche wird in den Bagmati gestreut. In den Ganges. Ins Meer. Natur pur!




Dinner im Tibet Kitchen mit unverbautem Blick auf den grossen Stupa von Boudhanath


Tag 3

Im TOYOTA HIACE VAN von Kathmandu nach Pokhara entlang wilder Himalaya Flusslandschaften mit langem lunch im gruenen Hamlet Restaurant und purem "Beach Feeling" im Riverside Spring Resort auf halber Strecke zwischen Kathmandu und der Gruenen Gartenstadt Pokhara


Der "Stein des Weisen" ; ))



Dinner im BE HAPPY Restaurant in Pokhara. Fisch- & herzhafte Steak Sizzler

Tag 4

Tagesausflug zur Bio Kaffeefarm "Nepal Blue Mountain"






Tag 5

Nashoerner...




Tag 6

und Natur pur!





Tag 7

Tiger for breakfast!!!

Friday, November 11, 2011

Abenteuerland Nepal: "Ellens Angst"

Bin nach einer wunderschönen 12tägigen COLIBRI TRAVEL Tour durch mein Nepal wieder dabei beim National Novel Writing Month (NaNoWriMo), mit dem ich im Kölner NaNoWriMo-Team um Michael Lüdeke im Oktober 2007 auf der Frankfurter Buchmese gelesen habe (damals: "Die Tagebücher des Tom Traveller"). Diesmal: "Ellen's Angst - oder: Der Schuppenwurm"

ZITAT:

Es ist ein ruhiger, kristallklarer und sonniger Novembermorgen, dieser warme 11. November 2011 am eher beschaulichen Flughafen von Kathmandu mit den scharfen Konturen der strahlend weissen Sechs-, Sieben- und Achttausender direkt vor der kleinen Reisegruppe mit gefühlten wie wirklichen 30 Grad Celsius auf etwa 1.300 Metern über dem Meer. Es ist ihr erstes Mal.

“Was?“ - „Wohin?“ - „Mount Everest?“ - „Bist du wahnsinnig?“ - „Das ist doch die Todeszone...!“

So oder so ähnlich müssen die liebenden Worte seiner Freundin Ellen bei ihrem letzten gemeinsamen Frühstueck in Köln am Rheinufer geklungen haben. Er erinnert sich gut. Es war ein trüber, verregneter Freitagmorgen Ende Oktober, also gerade einmal vor drei Tagen. Zehn Grad Celsius. Nieselregen. Gefühlt wie wirklich. Keine Sicht auf Nichts. Nicht einmal auf den Rhein.

Die allerletzte SMS seiner Liebsten liest er an diesem herrlichen Novembermorgen in Kathmandu am Tribhuvan International Airport. In unüberhörbaren Grossbuchstaben schreibt ihm seine Ellen: „KOMM SOFORT ZURÜCK! - BITTE!! - ICH LIEBE DICH!!!“

So viele Ausrufungszeichen hat sie ihm ja noch nie in einer einzigen SMS geschrieben. Er besteigt mit zwölf äusserlich unerschrocken wirkenden Abenteurerinnen und Abenteurern die winzige zweimotorige Twin Otter. - „Made in Switzerland“ steht beruhigend und in unübersehbar grossen Lettern vorne drauf. Dieses mechanische Ding sollte also doch etwa so zuverlässig funktionieren wie ein Schweizer Uhrwerk. Er ist irritiert ueber Ellens Angst um ihn und schaltet zu seiner und der anderen Fluggäste Sicherheit das Handy vorsichtshalber aus.

So sind die Vorschriften im internationalen Flugverkehr.

Daran muss auch er sich halten.

Liebe hin oder her.

Es ist wunderschön. Unter ihnen liegen kleine Siedlungen von jeweils zehn oder zwanzig Ziegelhäusern auf den 3.000 Meter hohen Hügeln. In die steilen Berghänge des Vorgebirges sind kunstvoll unzählige Terrassen mit maisgelb und reisgrün schimmernden Feldern angelegt. Hier wachsen und gedeihen Mangos, Bananen, Orangen, Zitronen, Äpfel, Möhren, Mais, Reis, Weizen, Hirse, Gurken in allen Grössen und Formen, Auberginen und vieles mehr. Das weiträumige Kathmandutal ist ein warmes, fruchtbares und immergrünes Hochtal auf 1.300 Metern über dem Meer.

Mit leichtem Ohrensausen, aber schwerem die Ohren betäubendem und nur durch einen Wattepfropfen etwas gedämpften Fluglärm der Twin Otter, befinden sich die 12 deutschen Nepal-Abenteurer in dieser Nussschale mit Flügeln auf dem windigen Weg nach Lukla, 2.800 Meter ueber dem Meer am verheissungsvollen und lange ersehnten Tor zum Mount Everest, dem höchsten Berg der Erde. Immerhin hat dieses Ding zwei Motoren. Wenn da mal einer ausfällt ist das ja noch kein Unglück. Ein Stubenhocker war er ja sowieso noch nie. Das sollte seine Ellen nach sieben gemeinsamen und glücklichen Jahren eigentlich wissen.

Was hat er nicht schon alles über diese extrem kurze Piste gehört und gelesen.

Von „Hillarys Leuten“ vor vielen Jahrzehnten mit 15 oder 20 Prozent Steigung weniger als 500 Meter kurz einer flachen Sprungschanze ähnelnd in den Berg gehauen. - Wer hat das jemals nachgemessen? - Fest steht: Hier müssen alle durch. Jede Everest Expedition, die von Nepal aus startet. Jede Trekking-Gruppe vom DAV Summit Club, der Bergsteigerschule des Deutschen Alpenvereins, Hauser Exkursionen, Diamir, Djoser- oder Wikinger-Reisen - der gut einwöchige Fußweg von Jiri nach Lukla ist vielen Teilnehmern von Gruppenreisen zu lang - Fest steht allerdings auch: Jeder Pilot hat in Lukla nur einen einzigen Versuch! Ob beim Start oder bei der Landung. Es muss beim ersten Mal klappen.

Cool.

Ein Durchstarten oder gar ein Abbruch des einmal eingeleiteten Landeanfluges ist wegen der Topographie und der Lage der nicht ungefährlichen - die Piloten sagen "anspruchsvollen" - und mit weniger als 500 Metern eben zudem extrem kurzen Start- und Landepiste völlig unmöglich.

Soviel dazu.

Der immer noch sonnendurchflutete, wolkenlose Himmel Nepals mit Tibet im Norden und Indien im Süden ist jetzt im November kristallklar und kobaltblau.

Dann kommt er, der spektakuläre und vielbeschriebene Landeanflug auf Lukla, bei dem am 8. Oktober 2008 12 deutsche Touristen einer Reisegruppe von Hauser Exkursionen in München tödlich verunglückten.

Sie fliegen in ein sehr enges Tal, nur wenige hundert Meter breit. An drei Seiten, links, rechts und direkt vor ihnen befinden sich gigantische Felsformationen. Weit unten presst ein schmaler, milchiger Fluss, der von hier oben wie ein Rinnsal wirkt, sein Wasser durch düstere, unwegsame Schluchten.

Die kleine Twin Otter fliegt ploetzlich ein scharfe Rechtskurve. Dann taucht sie wie ein Adler, die Beute fest im Blick im Sturzflug steil nach unten auf diesen kurzen, schmalen Streifen zu. Eine letzte Kurve, eine allerletzte Kurskorrektur und Tom kramt mit zitternden Händen sein Handy hervor um doch noch eine allerletzte SMS an seine Ellen in Köln zu schicken, in der stehen sollte: „ICH LIEBE DICH AUCH! - KÜMMER DICH UM DIE KINDER!! - VERZEIH MIR BITTE!!! - DEIN TOM“

Für einen kurzen Moment ist er erleichtert und fühlt sich schwerelos wie ein Adler. Er sieht dem, was da in den vor ihnen liegenden Sekunden des Landeanflugs auf diese Winzigkeit von Lukla, dem letzten Flughafen vor der Todeszone, auf sie zu kommt, gelassen entgegen. Er ist gefasst, eins mit sich und sieht tief hinunter.

Ins Nichts.

Durch die bullaugenähnlichen Fenster der Twin Otter (er erinnert sich dunkel: „made in Switzerland“) sieht er viele hundert Meter tief unter ihnen ein unendliches, nur sehr schwer zugängliches dunkles Tal, das ihn an Shangri - La, den Ort vollkommenen Glücks erinnert, mit diesem hauchdünnen weissen Faden aus Gletscherwasser.

Er guckt bei einer Landung ja immer gerne aus dem Fenster um zu sehen, dass auch alles so abläuft wie es bei einer - noch so schwierigen - Landung ablaufen muss: Nase nach unten, Flughafen oder Landepiste anpeilen, Landeklappen raus, erst ein wenig, dann etwas mehr, dann ganz. Trimmen. Allmählich langsamer werden, aber nicht zu langsam. Nase nach oben. Nase nach unten.

Dreissig Fuss, zwanzig Fuss, zehn Fuss...,

Es können nur noch wenige Sekunden sein bis zum ultimativen „touch down“ und dem höchstwahrscheinlichen Zerschellen ihrer heftig nach links und rechts, rauf und runter schlingernden Blechkiste. Es sind die unberechenbaren Fallwinde, die dem Piloten zu schaffen machen. Da sieht er im Display: Kein Netz! Auch das noch. Was gäbe Tom in diesem Augenblick um ein Netz. Ein Netz, in dem er weich und sicher landen koennte wie in Buddhas, Allahs oder Abrahams Schoss.

Er schliesst fest und final die Augen, drückt sich selber noch einmal die Daumen, schickt ein letztes Stossgebet zu allen, die ihm in diesem Moment einfallen, zu Allah, Benedikt, Buddha, dem Elefantengott Ganesh, Gott Vater, Jesus Christus, der Mutter Maria, Shiva, Vishnu & Woitila und wer ihn sonst noch so alles in dieser äusserst prekären Lage hören und behuüten könnte. Wenn jemand im Universum vernetzt und jetzt hoffentlich auf Empfang ist, dann doch DIE!

Er betet und wartet. Betet und wartet. Wartet. Betet, was das Zeug hält. Ist bereit. Er ist vorbereitet. Auf alles. Alles, was ist. Alles, was kommt: "Oh, bitte gebt mir jetzt ein Netz...!"

In diesem ewigen, unendlichen und nicht enden wollenden Moment denkt er ein letztes Mal in Richtung Pilotenkanzel vor sich hin: „Zieh die Nase hoch, Mann. Nase hoch!“

Tom fällt in eine tiefe Ohnmacht.

Wednesday, November 9, 2011

Die Badewanne

Einen Roman also...

Tom hatte sich schnell mit dem Gedanken angefreundet und in den soeben verstrichenen zehn Minuten auch schon ein Konzept entwickelt. Ein Roman sollte es werden über echt fetzige Sachen, über Sex&Drugs&Rock'n'Roll. Auf jeden Fall autobiographisch. Das stellte er sich am einfachsten vor. Vielleicht würde er die Form eines Tagebuches wählen. Wer schrieb Tagebücher? Unzählige Menschen schrieben Tagebücher: Verbrecher, Heilige, Philosophen, junge Mädchen, Politiker und Schwachköpfe, zum Teil aus Eitelkeit, doch auch aus anderen, undurchschaubaren Motiven. Es mußte eine wundervoll beschwichtigende Kraft in den Wörtern liegen, die sie niederschrieben, sonst würden sich wohl kaum soviele Menschen im Umgang mit sich selbst des geschriebenen Wortes bedienen. "Die Tagebücher des Tom Traveller". Das klang gut. - Und über die Liebe. Ja, vor allem eine Liebesgeschichte sollte es werden, eine schöne Geschichte von der Liebe. Das Wort "Geschichte" sollte den Leser oder die Leserin darauf aufmerksam machen, daß - wie sehr die Eintragungen auch den Tatsachen entsprechen mochten - ein Prozeß der freien Erfindung stattfinden sollte.

Bloß...

...Tom hatte keine blasse Ahnung, wie er das alles schaffen sollte. Erstens hatte er in den vergangenen 21 Jahren noch nie ein Tagebuch geführt, und zweitens sah das alles nach verdammt viel Arbeit aus.

Der Gedanke aber, sowas wie einen Roman zu schreiben, begeisterte ihn und wühlte ihn von Grund auf. Er nahm von sich an, daß er mit ausreichenden Gaben der Phantasie und des Ausdrucks ausgestattet war. Schriftsteller. Das war´s. Was machen Schriftsteller? Schriftsteller sind viel unterwegs. Schriftsteller reisen durch die Weltgeschichte und erleben Abenteuer. Die Geschichten spielen in fernen Ländern und sind einfach zu verstehen.

Tom mußte an das Büchlein denken, das er zu seinem zehnten Geburtstag von seinem Vater geschenkt bekommen hatte. „In unserer Zeit" stand auf dem Umschlag und es enthielt 15 Geschichten. Der grüne Umschlag zeigte einen Indianerkopfschmuck mit großen weißen Adlerfedern. Der Schriftsteller, von dem die Geschichten stammten, hatte, so stand es auf der vorderen Umschlagseite, ein „bewegt abenteuerliches Leben" geführt und hieß Ernest Hemingway.

So wollte er auch schreiben, dachte Tom. Diese Sprache war ihm sehr nahe, sie hatte etwas Ehrliches, Aufrichtiges, Klares, nichts Kompliziertes, keine Schnörkel, nichts von aufgesetztem, dichterischem Prunk. Sie ergab sich direkt aus der Wahrnehmung und klang so elementar, als wäre sie die Sprache der Natur. Hemingway hatte als Reporter mit dem Schreiben begonnen. Aus dem Reporter Hemingway war mit der Zeit der Schriftsteller geworden. Warum sollte es sich da mit Tom Traveller anders verhalten?

Er fragte sich, ob er wohl genügend Einbildungskraft, Beobachtungsgabe und Erkenntnisfähigkeit besäße, um eine solch komplexe Angelegenheit wie einen Roman zustande zu bringen, sorgfältig ausgewählte Wörter zu einem sinnvollen Ganzen zu fügen?

Wörter, erinnerte er sich plötzlich an einen Gedanken Joseph Conrads, waren die erbitterten Feinde der Wirklichkeit.

Wie aber sollte er dann Wirklichkeit wiedergeben?

Es war an der Zeit, den Gedanken mit dem Buch erst einmal beiseite zu legen und heißes Wasser nachlaufen zu lassen, bevor ihn das alles zu sehr beschäftigte. Also legte Tom den Gedanken mit dem Buch erst einmal beiseite und ließ heißes Wasser nachlaufen.

Aaahh!

Hier war er in seinem Element. Dies war sein Ruhepool, den er brauchte wie den Duft der Welt zum Atmen. Hier fand er Inspiration, konnte er denken, schöpfte er neue Kraft. Für ihn war ein heißes Bad in der Wanne keineswegs gedankenlose Energieverschwendung, wie es ihm hin und wieder vorgeworfen wurde, nein, nein, ganz im Gegenteil: in der Wanne tankte er auf, lud er seine Batterien, dachte er.

Ein Bad war also gedankenvolle Energiegewinnung.

Die Badewanne war Tom´s Power Station. Für Tom Traveller war eine Stunde in der Wanne Energiegewinnung von der sanftesten Art überhaupt. Und eine Wannestunde war Wonnestunde und "happy hour" in einem. Wann immer möglich, nahm er ein Bad und entgegnete auf fürsorglich gemeinte Bemerkungen Ellen’s bezüglich des Zustandes seiner Haut gerne:

"Schatz, bist du so lieb und reichst mir bitte mal meinen Säureschutzmantel!".